Brothers – A Tale Of Two Sons im Kurztest

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Ein kranker Vater, zwei Söhne und ein Ziel: Das lebensrettende „Wasser des Lebens“ finden und somit den Vater vor dem sicheren Tod bewahren. Das ist die Kurzfassung von Brothers – a Tale of Two Sons.

Diese berührende Geschichte aus der Feder des schwedischen Regisseurs Josef Fares wurde in Zusammenarbeit mit den Starbreeze Studios (PAYDAY, PAYDAY 2) entwickelt und im PSN, XBOX Live Arcade und auf Steam für den PC veröffentlicht.

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Die Geschichte zweier Söhne… und weiter?

Zwei Brüder gehen auf ein großes Abenteuer, um ihrem Vater das Leben zu retten. Es klingt nach einer simplen Story, doch im Laufe des Spiels lernt man mehr über die zwei Jungs, ihr Leben aus einem kleinen Dorf an der Küste heraus, und fühlt jede einzelne Sekunde mit. Zwischen ihnen existiert eine wirklich starke Bindung, die durch einige Spielpassagen verdeutlicht wird, indem man  zum Beispiel an bestimmten Punkten nur weiterkommt, wenn man zusammenarbeitet. Eine derartige Kooperation zwischen zwei Spielfiguren im Einzelspielermodus habe ich bisher noch nie gesehen oder gar steuern dürfen.

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Das Band, das die beiden verbindet, kommt auch in der Steuerung zum Vorschein. Den großen Bruder steuert man ( zumindest bei der PSN- Version) mit dem linken Stick und Aktionen werden mit L2 ausgeführt. Den kleinen Bruder hingegen mit dem rechten Stick und  die zugehörigen Aktionen werden mit der R2-Taste bestätigt –  und das alles gleichzeitig. Eine etwas gewöhnungsbedürftige Steuerung, die aber nicht störend, sondern einfach außergewöhnlich passend zum Spiel selbst ist.

Das große Abenteuer… Wer jetzt an eintönige Landschaften, langweiligen Hintergrund und öde Musik denkt, liegt falsch. Das Spiel hat so viele verschiedene, wunderschöne und detaillierte Landschaften, die mit passenden, melodischen Musikstücken untermauert werden. Man fühlt sich in die Welt von Brothers hineinversetzt und genießt die Fantasie und Kreativität der Erschaffer dieser unglaublichen Bilder. brother 4

Auf dem weiten Weg zum „Wasser des Lebens“ lernt man nicht nur Menschen und Tiere kennen, sondern steht auch plötzlich vor Geschöpfen wie Trollen, denen die Schöpfer von Brothers eine Seele eingehaucht  und sie somit zu fühlenden Lebewesen und nicht zu Monstern gemacht haben. Der Spielspaß kommt natürlich nicht zu kurz. Mit Rätseln und Kletterpartien wird schon mal ein wenig zum Denken angeregt. Und selbst wenn die Spielzeit mit etwas über 3 Stunden ein wenig knapp bemessen ist, tröstet zumindest der faire Preis über einiges hinweg.

Fazit:

Die Musik, die Landschaften und die Liebe zum Detail haben mich sofort in den Bann von Brothers gezogen. Hier wird zwar mit Reden gegeizt, doch dadurch kommt man mit einem anderen Spielgefühl in Berührung. Dieses Gefühl wird durch Gestik, durch die Landschaft, die Musik, die Erlebnisse geschaffen. Die Geschichte wird mit Gefühl erzählt. Das Spiel ist auch abwechslungsreich und mit Rätseln gestaltet, die einfach Spaß machen. Wer also Fantasiewelten, Rätsel und wunderschön gestaltete Landschaften zu schätzen weiß, macht bei einem Kauf dieses Spiels rein gar nichts falsch. Da haben Josef Fares und Starbreeze Studios ein super Spiel erschaffen.

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