Evolve Preview

0
411
evolve_Titel
.....und Geist!

Am 10. Februar ist es soweit: Der Multiplayer-Shooter Evolve geht in die entscheidende Runde, der Kampf Jäger gegen Monster erreicht seinen Höhepunkt. Die Beta ist vorbei und die Turtle Rock Studios haben die ersten beeindruckenden Zahlen bekannt gegeben. evolvegame.com 2,229,939 Spiele wurden gespielt, 51,5% dieser Spiele haben die Jäger gewonnen. Aber was ist überhaupt Evolve? Wir bieten euch hier eine kleine Vorschau zu dem, was uns in weniger als zwei Wochen erwarten wird.

 

Der außerirdische Planet bietet viele Schauplätze für adrenalingeladene Kämpfe!

Einleitung

Evolve ist ein Multiplayer-Shooter der anderen Art, soviel ist nach den zahlreichen Runden in der Alpha und Beta schon einmal klar. Fünf Spieler können gemeinsam an einer Sitzung teilnehmen, vier davon spielen die Jäger, einer spielt den Gejagten, das Monster. Das hört sich zuerst nach einer simplen Spielmechanik an: Die Jäger versuchen das Monster zu töten und umgekehrt. Aber hinter dieser simplen Fassade steckt ein ausgesprochen komplexer Taktik-Shooter.

Die vier Klassen im Überblick!

Die Jäger

Die Jäger agieren als Team, bestehend aus vier Spielern. Jeder Spieler in diesem Team muss eine unterschiedliche Klasse auswählen, es gibt keine Dopplung. Was am Anfang etwas merkwürdig anmuten mag, entpuppt sich aber bereits im ersten Gefecht als sehr gute Einschränkung. Keine einzige der vier Klassen darf im Kampf gegen das Monster fehlen. Da wäre zum einen der Schütze. Eindeutig die schlagkräftigste Klasse von allen sorgt er dafür, dass sich die Lebensbalken des Monsters schnell dem Ende nähern. Jede Klasse wird außerdem von drei verschiedenen Personen repräsentiert, die alle ihre eigenen Fähigkeiten mit sich bringen. Bei den Schützen sind das Markov, Hyde und Parnell. Markov besitzt ein Blitzgewehr, sehr nützlich, um aus der Distanz großen Schaden anzurichten, z.B. im Kampf gegen den fliegenden Kraken. Hyde besitzt hingegen einen Flammenwerfer, eher für kurze Distanz geeignet, und um etwas Licht in die düsteren Landschaften zu bekommen. Feuerschaden richtet zudem für kurze Zeit permanenten Schaden am Ziel an. Parnell ist der Mann für die Schrotflinte, besitzt aber auch einen Raketenwerfer. Ich für meinen Teil konnte Parnell noch nicht anspielen, diese Ehre wurde nur den Vorbestellern der Vollversion zuteil. Die zweite Klasse sind die Fallensteller, die dafür sorgen, dass das Monster überhaupt aufgespürt werden kann. Sie werden repräsentiert  von Abe, Maggie und Griffin. Abe (ebenfalls nur für die Vorbesteller spielbar) besitzt eine Schrotflinte, die allerdings auf mehreren Distanzen eingesetzt werden kann. Fallensteller sind neben dem Aufspüren des Ungetüms auch für die Markierung und die Entschleunigung der Bestie zuständig. Bei Abe funktioniert letzteres über den Wurf einer Stasis-Granate. Maggie hingegen hat etwas ganz besonderes im: Daisy, ein Schnappmaul, dass bis auf die Schnauze stark einem irdischen Hund ähnelt. Daisy kann nicht selber gesteuert, aber manipuliert werden. Der vierbeinige Begleiter sucht so kontinuierlich nach dem Monster und versucht, seine Fährte aufzunehmen. Das klappte in der Beta mal mehr und mal weniger gut, im Kampf kann Daisy aber ordentlich austeilen. Griffin der alte Haudegen, hat kein Haustier dabei. Dafür kann er sich neben dem Monster auch um die kleineren Kreaturen des Planeten kümmern, indem er seine Gauss-MP einsetzt. Allen gemein ist die Mobile Arena. Mit dieser fangen wir das Monster ein, um es an der Flucht zu hindern. Wichtig dabei ist aber: Wir sind ebenfalls gefangen! Sollte der Fallensteller aus irgendwelchen Gründen nicht aufpassen und wir haben die Absicht die Kuppel zu verlasse, kommen wir nicht aus der Kuppel, ohne das der Fallensteller das passende Knöpfchen drückt. Dieser kleine Fehler kann einige wertvolle Sekunden bei der Verfolgung des Monsters kosten.

Die Truppe macht sich bereit für die Verteidigung…oder den Angriff!
Die dritte und nahezu obligatorische Klasse in einem Multiplayer-Shooter, ist die der Sanitäter, repräsentiert durch Caira, Lazarus und Val. Caira (Vorbesteller) kann mit dem Napalmgranatenwerfer die Umgebung in Brand stecken, ansonsten übernimmt sie die Hauptaufgabe eines Medics: Heilen. Entweder per Granatenwerfer oder Heilungsstoß direkt neben den Gefährten. Lazarus hingegen kann sich auch um sein eigenes Wohl kümmern, indem er sich unsichtbar macht. Zusätzlich kann er mit dem Lazarus-Gerät Tote augenblicklich von den Toten wiederauferstehen lassen. Er hat sich für mich in der Beta-Session eindeutig als der nützlichste Medic herausgestellt. Val kann allerdings auch überzeugen und die Teamkollegen in der Bewegung mit seiner Medi-Pistole heilen. Zudem kann sie mit dem Betäubungsgewehr das Monster verlangsamen und markieren, was eine gute Kombination mit den Fallenstellern ergibt. Und welche Klasse fehlt jetzt noch? Natürlich, die Unterstützer, die, die für den Schutz der Kameraden sorgen. Cabot, Bucket und Hank füllen diese Kategorie. Cabot kann mit seiner Schienenkanone durch Objekte durchschießen, was ich als sehr nützlich erachten würde. Leider war er in der Beta nur für Vorbesteller spielbar. Außerdem kann er die Truppe verstärken und den Gegner markieren. Wir merken uns: Markierungen sind mit einigen Charakteren möglich. Das ist aber auch notwendig, wie nachher noch näher erläutert wird. Bucket ist neben Daisy eine andere Art Jäger, nämlich ein Roboter. Er schießt mit zielsuchenden Raketen um sich und kann seinen Kopf abschrauben (überaus amüsant), um automatisch nach dem Monster Ausschau halten zu können. Hank ist der Supporter, der am meisten Schaden austeilt, dafür sorgt schon sein Bergbaulaser, mit dem er einen Luftangriff heraufbeschwören kann.
Hyde und seine Minigun!
Wir merken: Ohne eine dieser Klassen, gibt es keine Chance gegen das Monster zu bestehen, jede hat ihre Vorzüge, jede bringt ihre Fähigkeiten mit in den Kampf gegen das Monster. Das wird vor allem deutlich, wenn ein Spieler stirbt. Sofort herrscht Panik ihm Team, wenn es nicht gerade den Medic getroffen hat ist dieser in arger Bedrängnis den gefallenen Kameraden wieder schnell wiederzubeleben. Ist der Medic tot wird es schwierig. Es gibt sogar zwei unterschiedliche Arten von „tot sein“. Entweder wir verlieren unser Leben und werden von einem Kameraden wiederbelebt, oder das Monster entscheidet sich dazu uns komplett zu verspeisen. Dann sind wir zwei Minuten aus dem Spiel. Trifft es in diesem Fall den Medic, ist Rückzug beinahe Pflicht, aber auch der Verlust einer anderen Klasse ist sofort spürbar.  

Das Monster

Auch das Monster spürt die Panik der Gegner, wenn ein Mitglied der Truppe gefallen ist. Und ich muss sagen, dass das ein sehr befriedigendes Gefühl ist. Zu Beginn des Spiels hat das Monster 30 Sekunden Zeit, sich an der ansässigen Fauna zu laben. Dabei entpuppen sich die spielbaren Bestien ausschließlich als Karnivoren. Umso größer eure Beute ist, umso mehr füllt sich euer Schild auf und umso mehr füllt sich der kleine Ring in der Mitte des Bildschirms. Ist dieser voll, kann sich das Monster entwickeln und gelangt in Phase 2. Ist die Bestie erst einmal in Phase 3 angelangt, wird es schwierig für die Jäger, die riesige Kreatur aufzuhalten. In Phase 1 ist das Monster hingegen beinahe chancenlos. Zu Beginn kann das Monster drei Fähigkeitenpunkte auf vier Fähigkeiten verteilen. Jede Fähigkeit besteht aus drei Stufen, das macht zwölf Punkte die investiert werden können. Insgesamt erhaltet ihr aber nur neun Punkte, wenn ihr Phase 3 erreicht habt. Mindestens eine Fähigkeit kommt also zu kurz. Vor allem am Anfang ist es wichtig für sich selber die richtigen Fähigkeiten zu wählen oder eine einzige komplett auf Maximum zu pushen. Das Spiel hält bei der Punktevergabe zu keinem Zeitpunkt an. Entwickeln wir uns weiter, errichten wir einen Kokon um uns, der uns allerdings sehr angreifbar macht. Daher sollten wir nur in ruhigen Momenten versuchen, uns zu entwickeln. In der Beta waren für Nicht-Vorbesteller zwei Kreaturen spielbar. Da wäre zum einen der Landgänger Goliath, und zum anderen der fliegende Tintenfisch Kraken.

Der Goliath: flink, sprungstark, Nahkämpfer!
Goliath ist das spritzige, schnelle Monster, kann sich mit riesigen Sprüngen fortbewegen oder angreifen, sowie Feuer spucken und Felsen auf seine Beute werfen. Im Nahkampf ist er absolut gefährlich, daher sollte man versuchen ihn auf Distanz zu halten, was bei seiner Sprungweite relativ schwierig ist. Nützlich entpuppte sich auch die geringe Größe des Monsters, zumindest in den ersten beiden Stadien. Hier konnten wir uns mit Kenntnis der Karte in Büschen verstecken, um den Jägern zu entgehen, die teilweise neben einem standen, aber keinen Blick auf uns als das ruhige wartende Monster erhaschen konnten. Der Goliath ist somit für Überraschungsangriffe sehr gut geeignet.
Der Kraken: Distanzschütze, fliegend, schlagkräftig.
Der Kraken hingegen ist deutlich größer und spielt sich komplett anders als der flinke Goliath. Der Kraken kann fliegen, bewegt sich aber deutlich langsamer als der Kollege. Dafür kam er mir in manchen Situationen deutlich stärker vor als sein laufendes Pendant. Als Kraken könnt ihr mit Blitzen angreifen oder Blitzminen hinter euch auslegen, um eure Flucht zu sichern. Zudem könnt ihr ein Beben erzeugen oder mit einem verheerenden Windstoß attackieren. Die große Gefahr geht vom Kraken allerdings durch seine große Distanz aus, aus der er angreifen kann.
Wraith: Der Schatten, beherrscht Teleport, skrupellos!
Das letzte Monster hat den klangvollen Namen Wraith. Leider von mir noch nicht angespielt, ist das dritte und bisher letzte Monster in Evolve  vor allem auf heimliche Angriffe ausgerichtet. Wraith ist vor allem darauf spezialisiert, Jäger von der Gruppe zu trennen und alleine zu massakrieren. Zudem kann er sich zu seinem Ziel teleportieren, eine Ablenkung erschaffen oder die Jäger in einem kleinen Käfig mit sich einsperren. Klingt sehr nach Taktik, aber auch nach großem Spielspaß. Von der Schwierigkeit her lässt sich der Goliath am einfachsten steuern, der Kraken braucht etwas Eingewöhnungszeit, weil er nicht der Hau drauf-Typ ist. Dennoch kann man sich nach wenigen Spielsessions schon gut mit den Kreaturen identifizieren, und dann merkt man auch wie unterschiedlich sich beide spielen.  
Der Planet bietet viele verschiedene Facetten!

Die Umgebung

Das größte Problem eines Multiplayer-Shooters ist es, wenn das Balancing nicht stimmt. Sind vier Jäger nicht einer zu viel oder das Monster nicht zu mächtig, selbst in Phase 1? Fragen die durch die Beta beantwortet werden konnten: Das Balancing ist im Augenblick sehr gut. Betrachten wir erst einmal das Monster: Es ist relativ groß und bietet dadurch eine gute Zielscheibe und sollte dadurch eigentlich schnell auf der Karte entdeckt werden. Dem ist aber nicht so, zumindest, wenn das Monster durch einen etwas erfahrenden Spieler gelenkt wird. Als Monster haben wir die Chance zu schleichen und so keine Spuren zu hinterlassen, die die Jäger zurückverfolgen könnten.  Dadurch bewegen wir uns langsamer, hinterlassen aber auch keine Spuren für die Jäger. Das macht es mit etwas Übung und mit dem Gespür für das gewisse Timing deutlich einfacher, den Fängen der Jäger lange genug zu entkommen, um zumindest schon einmal in Phase 2 aufzusteigen. Dazu kommt, dass die Jäger unterwegs auf ordentliche Gegenwehr stoßen. Die Viecher, die uns als Monster als kleine Zwischenmahlzeit dienen, können mitunter tödlich für die unachtsamen Jäger enden. Tot haben die Viecher dagegen deutlich mehr nutzen für die Jäger, als lebend. Wissen wir nämlich, dass wir definitiv nicht an dem Tod einer ganzen Horde von Fleischfressern Schuld sind, können wir darauf schließen, dass genau hier das Monster durchgekommen ist. Deutlich weniger subtil agieren derweil die Vögel, die überall in der Spielwelt herumfliegen. Werden diese aufgeschreckt, bekommen die Jäger per auffälligem Icon auf dem Screen mitgeteilt, wo das Monster sich in diesem Moment aufhält. Sehr nützlich!  

Auch im Regen sieht das Spiel grafisch hochwertig aus!

Taktik und Fähigkeiten

Die richtige Taktik ist entscheidend, ob als Jäger oder als Monster. Und die richtige Taktik kann man nicht direkt aus dem Hut zaubern, so viel ist mal klar. Dafür bietet Evolve zu viele Möglichkeiten. Aufgrund der Erfahrungen in der Alpha hat sich das Team wenigstens weniger auf die außerirdische Fauna konzentriert, sondern deutlich mehr mit der Suche nach dem „richtigen“ Monster beschäftigt. Trotzdem, eine Grundtaktik hat sich in den Tagen der Beta noch nicht herausgebildet. Das es ein Teamspiel ist, steht außer Frage. Fehlt ein Teammitglied, kann das ganze Spiel plötzlich kippen. Der Schütze braucht den Schutz des Unterstützers, der Medic versorgt währenddessen die Truppe mit Leben und der Fallensteller versucht, das Monster einzukesseln. Jede Klasse erfüllt ihren Zweck, alleine hat man nicht den Hauch einer Chance. Für Rollenspielfans bietet auch das Fähigkeitensystem in Evolve etwas Gutes. nach jeder Partie werden je nach Leistungen Punkte verteilt und zwar für jeden Charakter einzeln. Möchten wir demnach alle Fähigkeiten-Perks unser eigen nennen können, müssen wir zahlreiche Runden mit jedem einzelnen Charakter spielen. Das zwingt den Spieler natürlich dazu, sich auch einmal mit anderen Charakteren auseinander zu setzen.  

Der Goliath packt seinen Feueratem aus!

Spielmodi

In der Alpha des Spiels war es den Fans erlaubt, nur einen einzigen Modus zu spielen, Hunt. In Hunt geht es maßgeblich um das, was Evolve ausmacht: Der Kampf zwischen Monster und Jägern. Das Ziel des Monsters ist es, entweder das Stromrelais zu zerstören oder die Jäger zu töten. Das Ziel der Jäger sollte mittlerweile klar sein. Auch in der Beta habe ich mich für meinen Teil größtenteils mit diesem Modus beschäftigt. Er ist bereits jetzt das Herzstück des Spiels geworden, wie ich finde, vergleichbar mit Team-Deathmatch in COD. In der Beta konnte auch ein anderer Modus angespielt werden: Evacuation. So wie es ein Spiel wie Evolve noch nie gegebene hat, so hat es auch noch nie einen Modus wie Evacuation gegeben. In diesem Modus spielt ihr eine Kampagne bestehend aus fünf Runden. Jede Runde versucht das Monster, soviel zu zerstören, wie nur eben möglich, die Jäger versuchen hingegen, den Planeten zu verteidigen. Alles verdreht also! das Monster bekommt während des Angriffs Unterstützung von einigen Minions. Diese Minions machen ebenfalls Schaden an den von den Jägern zu schützenden Strukturen und müssen ebenfalls eliminiert werden. Das spannende nach jeder Runde ist: Je nach Sieger, verändert sich die nächste Mission. Gewinnt z.B. das Team aus Jägern, stehen dem Team im nächsten Level Geschütze zur Seite, die auf die Minions und das menschlich gesteuerte Monster feuern. Gewinnt hingegen das Monster, wird z.B. das Gebiet im nächsten Level radioaktiv verseucht oder es öffnen sich Lavagruben. Das und die zufällige Auswahl von Maps und Spielmodi in jeder Runde sorgt jedes Mal für ein anderes Bild der Kampagne. Das klingt recht innovativ.  Das ganze System aus Zufall und Folgen ist eine gute und motivierende Kombination. Ich bin gespannt, was es noch für Möglichkeiten geben wird. Allerdings: Für mich bleibt das Herzstück des Spiels der Hunt-Modus. Aber es gibt ja auch noch andere Spielmodi, die so noch nicht an getestet wurden. Vielleicht kämpft ja einer der nicht gezeigten Spielmodi mit Hund um die Vorherrschaft.  

Mit Jetpacks sausen wir über Dünen, durch Wälder oder durch Sümpfe!

Fazit:

So. Lange Rede kurzer Sinn: Evolve wird, soviel lässt sich nach ausschweifenden Spielminuten in der Beta sagen, DAS Multiplayer-Spiel im Februar. 2K und Turtle Rock hat mit dem innovativen Spielprinzip eindeutig ein großes Spiel an der Hand. So etwas wie Evolve hat es bisher noch nicht gegeben. Ohne Frage: Es macht Spaß, es bringt das Adrenalin in Wallung und es hat das Potenzial langzeitig für Motivation und Spielfreude zu sorgen. Wenn dann noch ein paar Monster mehr dazukommen und Turtle Rock in gebührenden Abständen für neuen (hoffentlich kostenlosen) Content sorgt, kann da eigentlich nicht mehr viel schief gehen.

Kommentieren Sie den Artikel