Life is strange Episode 2: Out of time im Kurztest

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Am 24.03.15 haben DONTNOD Entertainment und Square Enix den nächsten Teil des Adventures im Episodenformat veröffentlicht. Damit drängt sich natürlich direkt die Frage auf, ob die Episode 2, mit dem Titel „Out of time“, die Qualität der ersten Episode halten kann oder sich sogar gesteigert hat. Noch viel wichtiger die aber die Frage, ob das zweite Zusammentreffen mit der achtzehnjährigen Max und ihren Zeitreisekräften interessant genug ist, um die Wartezeit auf Episode 3 zu einer wahren Qual werden zu lassen. Unser Test wird euch diese Frage beantworten!

Rise and shine!

Einer neuer Morgen, ein neuer Tag, eine neue Chance. Die zweite Episode beginnt dort, wo die Letzte aufgehört hat. Nachdem Max ihre Fähigkeiten erkannt und eingesetzt hat, um einige schlimme Dinge zu verhindern und Rätsel zu lösen, zeugt ihr Zimmer am nächsten Morgen von ihren Nachforschungen über Zeitreisen. Überall liegen Bücher, Notizen und Zeichnungen zu dem Thema herum, aber wirklich näher gekommen ist sie einer Erklärung ihrer Fähigkeit, die Zeit zurückzudrehen, nicht. Dann geht es auch schon über den Campus und weiter zu einem Treffen mit Chloe. Ein paar kleinere Rätsel unterwegs führen dann zu einem Tag voll mit Zeitexperimenten, zu denen wir von Chloe angestiftet werden. Neue Charaktere werden eingefügt, bekannte nur kurz am Rande gezeigt. In dieser Episode stehen die Geschichten der anderen Charaktere und die Grenzen von Max Fähigkeiten ganz klar im Fokus und zeigen deutlich, wie viel sie mit ihren Fähigkeiten anstellen kann.  

Was ist bloß mit Kate passiert?

Ich hab doch keine Zeit für Rätsel…

… kommt wohl so manchem beim Spielen in den Sinn, der vor allem von der spannenden Story motiviert wird und die Rätseleinlagen vielleicht sogar als störend empfinden mag. Wirklich kompliziert oder langatmig sind die Rätsel aber nie und verhelfen durchaus dazu, die Zeit die man in dieser Episode verbringt, noch etwas zu verlängern. Denn auch hier ist nach ungefähr 2-3 h der Abspann schon vorbei (der übrigens auch wieder Fragen und/oder Erkenntnisse aufwirft! UNBEDINGT ansehen!). Dabei wird weitgehend auf das Wiederholen bekannter Rätselmechanismen aus der ersten Episode verzichtet. Nur ein einziges Mal müssen wir durch Zeitmanipulation erneut die Umgebung verändern, um an einen Gegenstand zu kommen. Ähnlich des Abschnitts in der Garage in der ersten Folge, als Max sich Werkzeug besorgen musste. Das nervige Suchen von insgesamt fünf Flaschen auf einem freibegehbaren Schrottplatz jedoch erweckte den Eindruck, als ginge es hier einzig und allein darum, die Spielzeit in die Länge zu ziehen. Sei es drum! Was darauf folgte brachte wieder jede Menge Spannung in die Handlung und machte den Dauereinsatz der Rückspulfunktion notwendig. Eine sinnvolle und befriedigende Belohnung also!  

Suche 5x Flaschen auf dem Schrottplatz. Beschäftigungstherapie?

Fazit:

Episode zwei spinnt die Geschichte spannend weiter, verzettelt sich aber doch zu sehr in den Hintergründen und Erlebnissen der Nebenfiguren, statt sich mit großen Schritten auf den Wirbelsturm zuzubewegen… zumindest lassen sich bisher keine Zusammenhänge erkennen. Die Geschichten der anderen Menschen an und um die Blackwell Academy herum motivieren dennoch zum Weiterspielen und machen auch Lust auf die nächste Episode. Was ist bloß mit Kate passiert? Wie groß sind die Schwierigkeiten, in denen Chloe steckt und was ist bloß mit der verschwundenen Schülerin passiert?

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