Final Fantasy Type-0 im Kurztest

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Es beginnt ganz am Ende. Zumindest für das Leben des jungen Mannes, der an seinen Chocobo gelehnt stirbt. Um ihn herum tobt der Krieg. Ihr landet mitten drin. Für den Soldaten könnt ihr nichts mehr tun. Aber es bleibt nicht viel Zeit nachzudenken, da ihr Ace, Rem und Seven in Echtzeit in Sicherheit bringen müsst.

Krieg…

Das sind nur 3 der insgesamt 14 spielbaren Charaktere von Class Zero, einer Eliteklasse, die einzig zu dem Zweck ausgebildet wird, ihre einzigartigen Fähigkeiten im Krieg einzusetzen. Ihr könnt nicht nur, ihr müsst sogar alle 14 Charaktere immer auf dem aktuellen Stand halten. Dabei hat jeder Charakter eine ganz eigene Geschichte und einen ganz eigenen Kampfstil. Habt ihr sie in eurer aktiven Dreiergruppe oder bewegt ihr euch in der Akademie, könnt ihr Stück für Stück die Verbindungen der Gruppe erkunden und ihre ganz persönlichen Dämonen kennenlernen. Es herrscht Krieg, und der ist sicher nicht romantisch. Neben den ganz persönlichen Geschichten findet ihr so Stück für Stück mehr über die Geschichte und die Hintergründe dieser ganz speziellen Klasse heraus, die nicht von allen positiv aufgenommen wird. Dass Krieg herrscht, wird in diesem Teil von Final Fantasy stark durch das Kampfsystem unterstützt. Rundenbasierte Kämpfe gehören der Vergangenheit an, alles läuft in Echtzeit ab. Dabei spielt ihr einen Kadetten der Dreiergruppe, die sich immer aktiv am Kampf beteiligen. Die anderen beiden Gruppenmitglieder werden von der KI gesteuert, was recht gut umgesetzt ist. Sowohl Heilung als auch Schaden wird von der KI zur rechten Zeit eingesetzt, so dass ihr euch in dem Chaos auf euren aktiv gespielten Charakter konzentrieren könnt. Außerdem gibt es Momente, in denen ihr Gegnern einen direkten Todesstoß zufügen könnt und so den Kampf direkt für euch entscheidet. Stück für Stück könnt ihr so die Kadetten nebenbei leveln, was ihr für alle 14 auch nutzen solltet.    

Das Echtzeitkampfsystem lässt euch nicht viel Zeit, Entscheidungen zu treffen
 

Viel zu tun…

So schaltet ihr mit der Zeit immer neue Angriffsmöglichkeiten frei, baut eure Verteidigung aus oder verstärkt bestehende Fähigkeiten. Außerdem gibt es natürlich wieder jede Menge Ausrüstung zu sammeln. Ist euch das noch nicht genug, hinterlassen die Gegner auch Animae, welches die Magie – je nach Farbe – deutlich verstärken kann. Noch immer nicht genug? Es gibt auch in diesem Teil wieder altbekannte Esper, die sich auch über eure Aufmerksamkeit beim aufleveln freuen. Mit dabei sind zum Beispiel wieder Shiva und Ifrit. Ihr müsst aber nicht zwingend die Missionen allein zum Leveln nutzen. Alternativ gibt es Nebenstränge, Zufallskämpfe oder aber eine Trainingsstunde an der Akademie. Außerdem könnt ihr euch der Chocobo-Zucht widmen oder durch Gespräche an der Akademie euren Wissendurst stillen. Dabei müsst ihr jedoch immer die Zeit im Auge behalten, da die auch in diesem Final Fantasy ein limitierender Faktor ist. Braucht ihr für Aufträge jeweils 6 Stunden, verwickelt ihr euch in ein Gespräch, dauert dieses jedoch 2 Stunden. So könnt ihr euren Aufenthalt genau planen was ab und an nötig sein wird.    

Die Akademie gehört zu den eindrucksvoll überarbeiteten Teilen von Final Fantasy Type 0
  Können euch all diese Elemente stundenlang in ihren Bann ziehen, werdet ihr bei der Grafik und Umsetzung trotz allem immer merken, dass es sich ursprünglich um ein Spiel für die PSP handelt, welches bereits einige Jahre besteht. Auch wenn eine HD Portierung versprochen wurde sieht man doch, dass die Basis bereits deutlich älter ist. Die 14 spielbaren Charaktere sind solide umgesetzt, bei anderen Nebencharakteren sieht man aber deutlich, dass sie einfach in die Jahre gekommen sind. Gerade die NPCs haben kaum bis wenig Mimik und ihre Darstellung ist allgemein eher als grobschlächtig zu bezeichnen. Was außerdem mehr als deutlich darauf hinweist, dass es sich um eine Umsetzung der PSP handelt sind die ständigen Ladezeiten nach einem kurzen Abschnitt, die den Spielspaß deutlich bremsen.  

Fazit

Alles in allem habt ihr hier jedoch ein Spiel vor euch, dass mit einem actiongeladenem Kampfsystem für jede Menge Aufregung sorgt während euch die Geschichte der einzelnen Charaktere von Class Zero durch schonungslos offene Worte in ihren Bann zu ziehen weiß. Auch wenn ein abdriften in das ein oder andere Klischee natürlich dabei sein muss, was sonst würde dieses Genre so ausmachen.  

Der kleine Freund darf natürlich nicht fehlen – Kupo
  Wenn ihr bei der Grafik ein Auge zudrücken könnt, könnt ihr bei diesem Spiel, das anfangs als Beilage zur Demo von Final Fantasy 15 gehandelt wurde, nichts falsch machen. Denn sowohl Spielumfang als auch Spieltiefe sprechen hier für sich und werden euch eine ganze Weile fesseln.  

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