Gamescom 2015 Eyes On: Hitman

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Hitman_2015

Das im November 2012 veröffentlichte Hitman Absolution blieb leider hinter den Verkaufserwartungen von Entwickler IO Interactive und Publisher Square Enix zurück, trotz hoher Wertungen und eigentlich solider Verkaufszahlen. Kurze Zeit später hat Entwickler IO Interactive fast die Hälfte seiner Mitarbeiter entlassen, alle Projekte gestoppt und werkelt seit dem nur nach an der Marke um Agenten 47. Im Rahmen einer Präsentation konnten wir uns einer Videozusammenfassung einer Mission im neuen Teil der Serie, der schlicht Hitman heißt, inklusive alternative Vorgehensweisen ansehen. Am 8. Dezember soll der Titel erscheinen und nach und nach in Episodenform erweitert werden. Darüber hinaus soll das neueste Abenteuer unseres Lieblingsglatzkopfes mit Barcode-Tattoo im Nacken um MMO-Elemente erweitert werden. Ob damit mehr als Ranglisten gemeint ist scheint derzeit nicht ganz klar. Mittlerweile ist auch von speziellen Online-Events die Rede. Hitman_2015   Das im Video gezeigte Ingame-Footage beruhigt die Sorgen, die sich aufgrund der vorherigen Zeilen in klarer Faltenform auf der Stirn von Serienfans abzeichnen! Das Spiel soll uns rund um die Welt führen und gezeigt wird ein Auftrag in Paris, bei dem ein Viktor Novikov ausgeschaltet werden soll. Vor der Mission liefert uns unser Handler Informationen und wir stellen unsere Ausrüstung zusammen. So können wir mit schwerem Geschütz starten oder nur mit unserer Klavierseite bewaffnet. Serientypisch werden wir in großen, offenen Levels ausgesetzt und können uns über viele verschiedene Wege zum Ziel vorarbeiten. Auf einem Anwesen findet eine große Modenschau und Party statt. Hier begeht das Spiel aber direkt einen großen Fehler bzw. die Präsentation: vor dem Anwesen befindet sich eine TV-Reporterin samt Kameramann, die scheinbar live sendet. Der Spieler steuert den Hitman direkt vor der Kamera entlang, die Reporterin reagiert empört. Die Figuren im Spiel reagieren auf den Auftragskiller. Aha. Jeder Kenner der Reihe hat sofort erkannt, dass Agent 47 sich niemals so vor einer TV Kamera zeigen würde. Aber was soll‘s. Im Anwesen selber stehen, bewegen und laufen unzählige NPCs, die jedoch alle aus einem nicht allzu umfangreichen Baukasten zusammengesetzt sind. Es gibt ein paar Ober-und Unterkörper sowie Frisuren und zwei Modelle: eines weiblich, eines männlich. So sehen wir bereits im ersten Raum zahlreiche Klon-NPCs, was sehr schnell ziemlich auf die Stimmung drückt und sicherlich auch im fertigen Spiel die Immersion, das Eintauchen in die Spielwelt, belasten wird. Über verschiedenste Wege, mal laut mal leise, schafft es Agent 47 in die obere Etage des Gebäudes. Hier verkleidet er sich als Kellner und hat sogleich ein Problem: auch wenn ihn nur noch wenige Meter vom Ziel trennen, so tasten zwei Wachen an der Treppe doch jeden ab. Wie bekommen wir nun unsere Waffe an den beiden vorbei? Wir verstecken sie in einer Obstkiste, welche kurze Zeit später von einem der anderen Kellner nach oben getragen wird. Wir folgen, werden von den Wachen abgetastet und können oben unsere Waffe aus der Kiste nehmen. Wenig später ist das Ziel erledigt und das Video zeigt zum Schluss nach einen hektischen Zusammenschnitt alternativer Szenen: da werden Gegner statt leise mit einer Feuer Axt erschlagen, das Ziel mit einem Kronleuchter mitsamt hoher Kollateralschäden erledigt oder das Anwesen gleich mit einem Maschinengewehr gestürmt. Ob der Serienreboot, der bei Release mit sieben Missionen aufwarten soll überzeugen kann, erfahren wir erst beim Anspielen. Die passenden Zutaten enthält der Titel aber allemal.

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