Gamescom 2015 Eyes-On: Project Daedalus – The long journey home

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Die Menschheit wagt ihren ersten Raumsprung, um damit das Tor zu weit entfernten Sternen zu öffnen. Die gute Nachricht zuerst: der Sprung in einen weit entfernten Teil des Weltalls war erfolgreich! Die schlechte Nachricht: wir können nicht mehr zurück nach Hause, zur Erde! Gestrandet in den tiefen Weiten des Weltalls ist es die Aufgabe der Crew des Raumschiffs, einen sicheren Weg zurück zur Heimat zu finden. PD_THLJH_screen5 Was wie der Vorspann einer interessanten SyFy-TV-Serien klingen mag, ist die Vorgeschichte zu Project Daedalus – The long journey home. Grob gesagt, handelt es sich dabei um einen Survival-Titel mit SyFy, genauer Weltraumsetting. Das soll aber keineswegs negativ klingen, denn tatsächlich begeistert uns der Titel bereits in den ersten paar Sekunden! Durch Eingabe eines Namens für unser Raumschiff sowie das zugehörige Shuttle wird der Weltraum inklusive der Bewohner, nach einem Algorithmus generiert. Bedeutet im Klartext: bei jedem Neustart kann man durch Vergabe der gleichen Namen das identische Universum besuchen oder aber eines neues durch Vergabe anderer Namen errechnen lassen. Dann steuern wir auch schon unser Schiff im senkrechten Flug aus dem Orbit, es folgt eine Zwischensequenz und dann beginnt auch schon das Abenteuer der Heimreise. Je nachdem, wie wir unsere Crew zusammengestellt haben, erhalten wir unterschiedliche Boni. Unser Raumschiff unterliegt einem Verschleiß und wir müssen durch das suchen und sammeln von Rohstoffen und Kontakt zu Alienvölkern an notwendige Ersatzteile gelangen oder sie im umfangreichen Crafting-System selbst herstellen. Das Spiel, welches von einem einzigen, deutschen Entwickler produziert wird und mittlerweile Kai Rosenkranz für die musikalische Untermalung gewinnen konnte, verlangt dem Spieler einiges ab. So können wir im All nicht einfach blindlings von Planet zu Planet fliegen sondern müssen unseren Kurs ständig den Gravitationseinflüssen von Planeten anpassen bzw. dagegen steuern. Scannen wir einen Planeten und findend dort dringend für Reparaturen notwendige Ressourcen stehen wir vor einem Dilemma: wenn der Planet Aliens gehört, sollten wir erst um Erlaubnis fragen? Was wenn sie unsere Bitte ablehnen? Das nächste Vorkommen kann so weit weg sein, dass unsere Systeme bis dahin versagen und wir von vorne beginnen müssen. Rechtfertigt unsere lebensbedrohliche Situation einen möglichen Konflikt mit den Bewohnern? Hätten wir in einem Kampf eine Chance oder würde man uns durch die Galaxis jagen? Könnten wir vielleicht im Nachhinein noch eine diplomatische Lösung finden? PD_TLJH_screen3 Den Aliens kommt dabei eine ganz besondere Eigenschaft zu Gute: sie haben eigenen Verhaltensweisen, Freunde, Feinde und Eigenarten. Während eine Rasse bei einem zufälligen zusammentreffen im All uns nur scannt, ruft und freundlich mit uns redet könnte eine andere Rasse das Einschalten der Schilde bei Sicht eines unbekannten Schiffes als Akt der Aggression werten. Eine andere Rasse sieht das nicht laden der Schilde vielleicht als Schwäche. Und wenn Rasse A Wind davon bekommt, dass wir uns mit Rasse B angefreundet haben, sind sie uns eventuell sofort feindliche gesinnt. Ein typisches Treffen auf ein Alienraumschiff erzeugte Schweißperlen auf der Stirn des Entwicklers: wenn uns das Schiff feindlich gesonnen ist, könnte es uns jetzt bereits aus den Sternen pusten. Ein gegenseitiges Beschnuppern mit dem ca. 15x so großem Alienschiff im Vergleich zu unserem Raumer führt zu einem netten Plausch. Aus einem Dialogbaukasten setzen wir anhand von dort auswählbaren Wörtern Sätze zusammen. Z. B. „i like you“. Da jede Rasse andere charakterliche Eigenschaften und Eigenarten hat finden die einen es positiv, andere neutral und wieder andere sehen diese Zuneigungsbekundung vielleicht sogar als Akt der Aggression. Von diesen neuen Völkern erhalten wir auch Aufträge, wie z. B. das Ausliefern eines Gegenstandes an einen anderen Planeten. Diese Aufträge winken uns mit Belohnungen und einem besseren Verhältnis zur jeweiligen Rasse. So bekommen wir bestimmt auch mal Schürfrechte für einen Planeten. Sind wir mit dem Shuttle auf einem Planeten angekommen, so müssen wir unser Raumschiff an Hindernissen vorbei in Richtung des Ressourcenvorkommens manövrieren und dort durch Bohrung an die Ressourcen gelangen. Im Rahmen des Minispiels müssen wir stets den Zustand unserer Systeme im Auge behalten. An Bord des Schiffes stellen wir dann notwendige Teile her. PD_TLJH_screen4 Der Titel auf Basis der Unreal 4 Engine bietet Aliens, Survival, Ressourcenmanagement, Crafting und Weltraumwale! Wenn da nicht das Herz von SyFy und Survival-Fans höher schlägt, wissen wir auch nicht weiter. Der Schwierigkeitsgrade ist dabei relativ hoch und laut Entwickler ist die Reise zurück zur Erde nicht im ersten Anlauf zu schaffen. Ein Durchlauf wird ca. 4-6 Stunden in Anspruch nehmen. Wir sind jedenfalls positiv gespannt auf die Zukunft und freuen uns darauf, mit unserer Moya und der Firefly den Weg nach Hause anzutreten.

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