Until Dawn Rush of Blood im Kurztest

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Mit Until Dawn Rush of Blood liefert Supermassive Games einen reinrassigen Lightgunshooter für die Playstation VR und versucht damit Baller-und Gruselfreunde gleichermaßen anzulocken. Geht der Plan auf?

 

Achterbahnfahrt des Grauens!

Trotz Namensgebung hat der Titel nicht viel mit dem ursprünglichen Until Dawn gemein. Weder grafisch noch in Sachen Gameplay. Während sich der PS4 exklusive Non-VR-Titel mit toller Grafik, vor allem im Bereich von Bewegungen und Mimik, klasse bei der Formel von Fahrenheit, Beyond und Heavy Rain bedient und das Ganze auf das Horrorgenre umlegt, ist der Ableger deutlich anders. Hier steuern wir nicht unterschiedliche Charaktere sondern fahren aus der Egoperspektive auf einer Art Gruselachterbahn. Bewaffnet mit zwei Pistolen, nutzen wir so die Motioncontroller und feuern in bester Kirmesmanier auf die Ziele.

So sieht unser Gefährt von Innen aus. Hier können wir stets unsere erzielten Punkte ablesen und erkennen, ob wir einen Multiplikator aktiviert haben.
So sieht unser Gefährt von Innen aus. Hier können wir stets unsere erzielten Punkte ablesen und erkennen, ob wir einen Multiplikator aktiviert haben.

Doch ist das anfängliche Tutorial erledigt und die Steuerung verinnerlicht, bei der wir uns auch ducken und durch Bewegungen zur Seite Hindernissen ausweichen, kommt der Gruselaspekt dazu. Denn wir landen auf einem längst nicht mehr genutzten Teil der Strecke und während sich unser Wagen unaufhörlich nach vorne bewegt und dabei gerne auch mal Fahrt aufnimmt, müssen wir uns plötzlich mit aggressiven Vögeln, Geistererscheinungen und mit Klingen bewaffneten Horrorclowns auseinandersetzen.

Zwischen den Kapiteln gibt und der Schausteller weitere Hinweise.
Zwischen den Kapiteln gibt und der Schausteller weitere Hinweise.

Ballerorgie mit VR-Twist!

Schnell sind die Luftpistolen gegen Ballermänner mit scharfer Munition ausgetauscht und auch andere Waffen gesellen sich später noch in unser Arsenal. Immer wieder müssen wir anstürmende Feinde daran hindern uns zu Nahe zu kommen. Schaffen wir das nicht, starten wir an einem vorangegangenen Punkt erneut in die Dunkelheit.

Die extrem präzise Steuerung und Direktheit beim Zielen und Abdrücken sowie Nachladen fallen dabei absolut positiv auf. Wohin wir zielen erkennen wir anhand der Lichtkegel, die die an unsere Waffen montierten Taschenlampen erzeugen. Sind mal keine Gegner zur Stelle, kümmern wir uns um diverse Zielscheiben und sammeln so Punkte.

Nur ein toter Clown ist im Spiel ein guter Clown!
Nur ein toter Clown ist im Spiel ein guter Clown!

Unsere Ergebnisse können wir dabei sowohl lokal betrachten als auch online hochladen und so mit anderen Spielern vergleichen. Die Jagd nach immer besseren Highscores motiviert, auch bereits abgeschlossene Kapitel erneut zu besuchen. Nach rund zwei Stunden, wahlweise im Stehen oder sitzen, ist der Spaß auch schon vorbei. Die Gruselattacken machen dabei Spaß und bestehen im Grunde aus Jumpscares, lockern das Fahren aber angenehm auf und sind dabei nie zu extrem. Das hier ist kein Outlast mit Waffen sondern eher der klassische Lightgunshooter, wie Time Crisis oder Virtua Cop, dafür aber in einem Gruselsetting und vermittelt Dank VR das Gefühl, tatsächlich in diesem Fahrgeschäft zu sitzen. Die Schwierigkeit nimmt mit fortschreitenden Kapiteln angenehm zu.

Fazit

Until Dawn Rush of Blood sollte in keiner VR-Sammlung fehlen, sofern der Sammler Spaß an Lightgunshootern hat. Natürlich ist die Gameplaymechanik auch mit VR nichts Neues, dank der Atmosphäre, dem 3D-sound und Rundumblick aber trotzdem eine neue völlig neue Erfahrung. Dabei ist der Gruselfaktor für erfahrene Gruselspieler nie so hart, dass man nicht mehr weiterspielen kann. Thematisch könnte das Spiel auch jeden anderen Titel abseits der Marke Until Dawn tragen. Es gibt zwar optische Anleihen und auch eine Art Begründung für all das, was im Titel basiert, welcher eng mit dem Original verknüpft ist, aber da hört es dann auch schon auf. Dies hier ist keine Erweiterung oder Fortführung von Until Dawn sondern versteht sich als eigenständiges Spiel, dass eher zufällig im gleichen Universum spielen soll.

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