Playstation VR Worlds im Kurztest

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Sony selbst will Käufern ihrer Playstation VR mit Playstation VR Worlds eine bunte Mischung an VR Erfahrungen bieten. Das klappt auch aber lohnt sich die Anschaffung der Sammlung bestehend aus 5 Minispielen auch auf Dauer?

 

Willkommen in der VR!

Brille auf, Kopfhörer in die Ohren und Playstation VR Worlds starten und schon geht die Reise los! Bereits das Intro, das uns zum Menü bringt, liefert mit Bild und Ton die volle Packung VR. Wir finden uns in einer große, dunklen Halle wieder die langsam von einer großen leuchtenden Kugel erhellt wird. Und anschließend können wir per Motion Controller oder Gamepad durch die Menüs navigieren und uns für eines von fünf Minispielen entscheiden.

Das Konzept hinter den Minispielen liegt darin, verschiedene Möglichkeiten der Brille in Bezug auf das VR Erlebnis und vor allem die Steuerung vorzustellen. So sehen wir uns in Ocean Decent in einem Tauchkäfig einfach nur um, während wir in Danger Ball mit den Kopfbewegungen einen Ball wegstoßen. In VR Luge steuern wir unter Zeitdruck in einem Rollenanzug dicht über dem Asphalt durch befahrenen Straßen, in dem wir unseren Kopf nach rechts und links bewegen. In Scavengers Odyssey steuern wir ein Weltraumgefährt mit dem Controller, während wir uns umschauen können und mit unserer Blickrichtung Feinde anvisieren und anschließend mit dem Controller unter Beschuss nehmen.

Mit VR geht es ab auf den Meeresgrund. Ein ungefährliches Tiefseeerlebnis!
Mit VR geht es ab auf den Meeresgrund. Ein ungefährliches Tiefseeerlebnis!

In The London Heist erleben wir spannenden interaktive Zwischensequenzen und dürfen in einigen Abschnitten selbst zu Pistole und Uzi greifen. Wir treten wir mit zwei Motion Controllern oder einem Controller an. Vor allem das Nachladen durch einschieben neuer Magazine mit den beiden Motion Controllern und das, wenn auch im Gegensatz zu Until Dawn Rush of Blood nur einhändige feuern, machen wirklich Laune.

Grafisch können sich alle fünf Titel sehen lassen.

 

Die Mischung macht’s!

Das Vermitteln verschiedener Steuerungskonzepte gemischt mit drei Story getriebenen Spielen (The London Heist, Scavengers Odyssey, Ocean Decent) funktioniert und der Spielspaß ist vor allem am ersten Tag mit der Brille definitiv vorhanden. Doch was ist dann? Keiner der Titel liefert das Gefühl, einen vollwertigen Titel zu spielen. Im Grunde sind alle Minispiele genau dann vorbei, wenn man sich gerade gut eingefunden und Lust auf mehr bekommen hat. Mich persönlich hat das vor allem bei The London Heist recht eiskalt erwischt. Im Grunde handelt sich hier um eine Art erweiterter Demo-CD, die sich aber ohnehin im Karton der Playstation VR befindet.

In The London Heist müssen wir die Wachen erledigen, um mit dem Diebesgut abhauen zu können.
In The London Heist müssen wir die Wachen erledigen, um mit dem Diebesgut abhauen zu können.

Keine Frage, die Titel machen Spaß und lassen erahnen, was uns alles in den nächsten Wochen an tollen VR Erfahrungen erwarten kann und hoffentlich auch wird.  Vom Umfang her hätte es trotzdem gerne mehr sein dürfen. Es gibt in allen Titel zusätzliche Herausforderungen, die ein wenig Wiederspielwert erzeugen. Am besten funktioniert Playstation VR Worlds aber, um anderen Menschen VR näher zu bringen. Denn hier ist einfach für jeden etwas dabei. Da kann auch die vielleicht nicht mehr ganz so fitte Oma auf der Couch Platz nehmen und sich in Ocean Decent von den Eindrücken eines Tauchgangs berieseln oder sogar erschrecken lassen. Eine Warnung wäre hier für die Oma sicherlich angebracht. Aber keine Sorge, ich werde hier nicht spoilern!

 

Fazit

Sony zeigt hier zunächst beeindruckend, was VR alles kann und macht neugierig auf die Titel der kommenden Monate und darauf, welche Steuerungskonzepte sich wohl durchsetzen werden. Wie bei fast allen VR Launchtiteln ist auch Playstation VR Worlds in Sachen Umfang doch recht bescheiden, macht deshalb aber nicht weniger Spaß. Es ist nur sehr unbefriedigend, wenn The London Heist so abrupt endet. Selbiges gilt auch für Ocean Decent und Scavengers Odyssey. Für den ersten Tag und das Ausprobieren lassen durch Familie, Freunde und Nachbarn gibt es derzeit aber keinen besseren Titel.

 

 

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