Tumble VR im Kurztest

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Mit Klötzchen spielen in VR? Genau das ermöglicht Tumble VR von Supermassive Games und bringt auch im Team Spaß und Rätsel für einige Stunden mit sich. Sieht komisch aus? Der Test verrät euch, was für das Türmchen bauen und mit Bauklötzen spielen mit Hilfe der Playstation VR spricht.

 Geschicklichkeitsspiele in VR –  besser als die Realität!

Wer kennt sie nicht, die analogen Geschicklichkeitsspiele? Egal ob Mikado, der heiße Draht, Dr. Bibber oder Jenga und Co.: alle diese Spiele begeistern viele Menschen da draußen seit Jahren und stellen dabei teils sehr unterschiedliche Anforderungen an die Geschicklichkeit der Spieler. Auch wenn der eine oder andere gerne mal den Schwierigkeitsgrad durch die Verbindung mit Trinkspielen oder generellem Alkoholkonsum erhöht.

Da gab es diesen einen Silvesterabend, Jenga und zwei Flaschen…ok, ich komme vom Thema ab. Wer mit diesen Spielen Spaß hat und eine PS4 mitsamt Playstation VR besitzt, kann sich in auch digital diversen Geschicklichkeitstests stellen. Im Gegensatz zu vielen anderen Titeln wird hier auch nur der Controller benötigt. Motion Controller werden nicht gebraucht.

Turmbau 2.0

Grundsätzlich werdet ihr mit drei verschiedenen Aufgaben konfrontiert: einen möglichst hohen Turm bauen, eine Brücke bauen oder aber viele unterschiedliche Bauteile auf einer vorgegebenen Fläche unterbringen. Klingt zunächst simpel und ist es zu Beginn auch. Die Lernkurve zieht aber angenehm schnell an und lässt euch richtig grübeln. Dabei gibt es zwei tolle Ideen, die Tumble VR so besonders machen.

Der Turm muss so hoch wie möglich werden, ohne dabei einzustürzen.
Der Turm muss so hoch wie möglich werden, ohne dabei einzustürzen.

Dank VR könnt ihr euch eure Gebilde von allen Seiten ansehen und euch um sie herumbewegen. Auf diese Weise erhaltet ihr die maximale Kontrolle über eure Gebilde. Die nächste Besonderheit, bei der sich die Entwickler wirklich was Tolles haben einfallen lassen, sind die unterschiedlichen Materialien und damit verbundenen physikalischen Verhaltensweisen der Bauteile. Sie sind unterschiedlich schwer und haben unterschiedliche Oberflächen.

Kunststoffteile haben eine besonders glatte Oberfläche und rutschen dementsprechend schnell ab oder Gegenstände, die darauf untergebracht werden, rutschen schnell ab. Andere Komponenten sind besonders schwer und können zur Stabilisierung oder zum Ausgleichen des Gleichgewichts genutzt werden.

Mehrspieler mit nur einer Playstation VR Brille

In diesem Titel ist der 3D Sound nachrangig und da das Bild parallel zur Brille auch auf dem Fernseher angezeigt wird, könnt ihr auch in der Gruppe rätseln. Die Helfer denken mit, raten mit und geben Tipps, um die Herausforderungen erfolgreich abzuschließen. Im Grund ähnlich wie bei Keep talking and nobody explodes. Ob ihr das Ganze auch in VR noch durch Trinkspiele verschlimmern wollt, ist dabei natürlich euch überlassen. Wobei ich ja glaube, dass die Kombination aus Alkohol und etwas Motionsickness durchaus ein Problem werden könnte.

Es ist gar nicht so einfach, alle Gegenstände aus unterschiedlichem Material auf der vorgegebenen Fläche unterzubringen.
Es ist gar nicht so einfach, alle Gegenstände aus unterschiedlichem Material auf der vorgegebenen Fläche unterzubringen.

Fazit

Keine Kämpfe, keine Action und auch kein Horror. Trotzdem macht Tumble VR eine Menge Spaß und ist wohl der Launchtitel, mit dem vermutlich jedermann etwas anfangen kann. Auch hier kann man versuchen Familie und Freunde einzubinden, die vielleicht sonst mit Videospielen nichts anfangen können. Der Umfang liefert dabei genug Rätselspaß für einige Spielstunden und wer selber nicht die Brille aufsetzen mag, kann immer noch versuchen, möglichst hilfreiche Tipps zu geben. Ein rundum gelungenes Spiel und für mich persönlich die größte Überraschung im Launchsortiment.

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