Battlefield 1 im ausführlichen Test

Zurück aufs Battlefield!

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Nach langer Zeit ist es mal wieder soweit: Dice bringt nach dem immer weiter gedeihenden Battlefield 4 einen neuen Shooter heraus. Star Wars Battlefront an dieser Stelle einfach mal ausgeklammert. In diesem Jahr entfernt sich das schwedische Entwicklerstudio noch weiter von seinen Konkurrenten aus dem Hause Activision. Zumindest zeitlich gesehen, der Rest klärt sich erst nach einem ausführlichen Test! In Battlefield One (oder 1) entführt uns das Spiel in den ersten Weltkrieg. Selten gespielt, daher nahezu unverbraucht. Was soll da noch schief gehen? Ob sich Battlefield One im Kampf um den Shooter-Thron gegen Konkurrenz wie Titanfall 2 und Call of Duty: Infinite Warfare behaupten kann, lest ihr hier im Test! Im Test stand uns die XBox One-Version des Spiels zur Verfügung!

Es wird wieder bekriegt! Battlefield One führt uns in den ersten Weltkrieg!
Es wird wieder bekriegt! Battlefield One führt uns in den ersten Weltkrieg!

Kampagne

Grunsolide Episoden…

Da sich Battlefield One ebenso wie seine zahlreichen Mitkonkurrenten und Vorgänger auch auf zwei spielerische Säulen stützt, würden wir gerne beide einmal separat beleuchten wollen. Anfangen wollen wir mit dem Kampagnemodus: Bisher sind wir nicht sehr verwöhnt worden von Dice, wenn es um Kampagnen in Battlefield-Spielen ging. Bis auf die Bad Company-Ableger konnte kein Teil wirklich Spaß machen, Battlefield 3 zumindest war noch grundsolide. In Battlefield 4 aber….gut, lassen wir das!

In Battlefield One versuchen die Geschichtenerzähler von Dice einen etwas anderen Ansatz. Sie bauen die Kampagne in sechs verschiedenen Episoden auf, die allesamt separat voneinander funktionieren sollen. Zuzüglich wechseln wir in allen Episoden Landschaft und Charakter. Es beginnt alles mit einem Panzerpiloten der britischen Armee, der gemeinsam mit seinem Panzer versucht, die feindlichen Stellungen einzunehmen. Das Ganze hat ordentlich Zunder und ist inszenatorisch hervorragend aufgebaut, dennoch haben die Kapitel, auch in den weiteren Episoden, eher die Grundlage eines Tutorials für den Multiplayer statt eines immersiven Erste-Weltkrieg-Gefühls. Grundsätzlich haben uns die ersten beiden Kapitel aber gut gefallen, kleine Logiklücken wie das auch in der Kampagne surreal wirkende Reperaturwerkzeug einmal ausgelassen. Das dritte Kapitel hingegen bietet noch einmal etwas Abwechslung, lässt uns schleichen und in aller Ruhe und Geduld ein Dorf infiltrieren.

Düster, feucht, dreckig: Immersion pur trotz Realismusmangel!
Düster, feucht, dreckig: Immersion pur trotz Realismusmangel!

Künstliche Intelligenz und Luftkampf…

Ein Problem haben solche ruhigen Schleichabschnitte allerdings: Die generische K.I.. Ähnlich wie bereits in unserem Test zu Mafia 3 beschrieben, lassen sich die Gegner zu leicht von ihrer angestammten Position weglocken und zu sich holen. Hier pfeifen wir nicht, sondern werfen eine Patronenhülse, dennoch bleibt das Schema gleich. Wir holen mit jeder neuen Patronenhülse einen Gegner heran und töten ihn unauffällig. Der nächste kommt, sieht die Leiche nicht und wird ebenfalls von uns gemeuchelt. Nutzen wir diesen offensichtlichen Vorteil hingegen bewusst nicht aus, können die Schleichabschnitte doch einmal intensiv werden, wenn wir Bewegungen genau abschätzen müssen und uns in Geduld üben, sofern wir keinen Alarm auslösen wollen.

In der zweiten Episode der Kampagne begeben wir uns vom Boden in die Luft. Ein aufstrebender, weiterhin britischer Pilot möchte sich gerne im Luftkampf gegen die Widersacher der anderen Länger erwehren. Während sich Kapitel 1 hier wieder wie ein Tutorial spielt, können wir anschließend in fantastischen Luftschlachten mitwirken, die über einiges spannender inszeniert sind, als in Star Wars: Battlefronts Jägerstaffel. Was uns etwas gefehlt hat: Die Cockpitperspektive. Zwar können wir außerhalb des Fliegers einen Zoom benutzen, um etwas genauer unser Ziel anvisieren zu können, dennoch wäre eine deutlich immersivere Cockpit-Ansicht besser gewesen. Vor allem in dem letzten Kapitel der zweiten Episode, wo wir gegen einen riesigen Zeppelin in den Kampf ziehen. Fantastisch!

Per Flugzeug, aber auch per Pferd und Säbel kann es auf manchen Karten in den Kampf gehen!
Per Flugzeug, aber auch per Pferd und Säbel kann es auf manchen Karten in den Kampf gehen!

Episode 3 bis 5….

Den Panzerkampf und den Luftkampf abgeschlossen, gibt es einen vollständigen Szenenwechsel. So gelangen wir in Episode 3 als Mitglied einer Schocktruppeneinheit in die malerisch schöne Gegend rund um die Arditi. Absolut bezaubernd!

In Episode 3 wenden wir uns nun dem Bodenkampf zu und versuchen auf großen Karten die Stellungen des Feindes einzunehmen. Dabei sind wir auch aus persönlicher Motivation hier gelandet. So suchen wir aktiv nach unserem Bruder, der laut Informationen hier verschollen sein soll.

Grundsätzlich merken wir bereits bis hierhin sehr deutlich: Die Lokalisierung und Soundabmischung sind sehr gut gelungen. Bereits die Panzer- und Flugzeugschlachten haben es gezeigt, doch selbst die Lokalisierung der einzelnen Charaktere sind Dice wahrlich gelungen. Vor allem die Stimmen unseres Protagonisten, die uns retrospektiv durch die dritte Episode geleiten, während er sich mit seiner Tochter über die damaligen Vorfälle unterhält, sorgen für eine dichte Atmosphäre.

Dieser Eindruck setzt sich auch in den beiden folgenden Episoden fort. Hier spielen wir zuerst den Australier Frederick Bishop, der sich bei den Dardanellen gegen die Osmanen erwehren muss. In der letzten Episode zieht es uns dann in die Wüstengebiete des Spiels. Und erneut kriegen die Osmanen ihr Fett weg, dieses Mal aber durch unsere Beduinen-Rebellin, die den Gegner sogar mit Säbel und zu Pferd einzuheizen gedenkt.

Wald der Argonen ähnelt Endor und ist ähnlich uneinsichtig!
Wald der Argonen ähnelt Endor und ist ähnlich uneinsichtig!

Resümee und Realismus…

Wir resümieren: Die Kampagne von Battlefield One ist den Schweden deutlich besser gelungen, als in Battlefield 4. Die episodische Erzählweise bringt ihren ganz eigenen Charme mit, die Charaktere sind gut gezeichnet und die Lokalisierung ist stimmig. Auch wird das Szenario des Krieges wunderbar eingefangen und auch die Hintergründe der einzelnen Kriegsschlachten beleuchtet. Das geschieht keinesfalls aufgesetzt, was uns vor allem erfreut hat, sind wir doch eher den Hurra-Patriotismus anderer Kriegsspiele gewöhnt.

Realismus suchen wir im Spiel bei weiten Strecken allerdings vergebens und das ist meines Erachtens absolut korrekt so. Dice hat von Anfang an keinen Heel daraus gemacht, dass Battlefield One keine Simulation wird. Hätten wir es im Spiel mit den echten Waffen und den echten Fahrzeugen zu tun, würde wohl kaum so viel Spielspaß aufkommen. Begrenzte Waffenanzahl inklusive und nicht zu vergessen Schneckentempo-Panzer. Dahingegen schlägt Dice den arcadigen, realitäts-orientierten Weg ein, was wir absolut zu begrüßen wissen. Und wie das Spiel aussieht! Die Frostbite-Engine lässt wieder ihre Muskeln spielen. Tolle Lichteffekte, top Texturarbeit, fantastische Charaktermodelle und feurige Explosionen. In Sachen Grafik könnten wir hier viel mit Superlativen und Komparativen herumwerfen, an der Stelle sei aber nur festgehalten: Es sieht fantastisch aus!

Der Panzerzug hilft dem unterlegenden Team im Multiplayer und stellt eine der wenigen Superwaffen dar!
Der Panzerzug hilft dem unterlegenden Team im Multiplayer und stellt eine der wenigen Superwaffen dar!

Multiplayer

Raus aus dem Tutorial, rein in die Operationen…

Dennoch kommen wir nicht Drumherum festzustellen, dass die Kampagne des Spiels eigentlich nur zur Vorbereitung auf die Multiplayer-Schlachten dient. Das Herzstück und die zweite Säule von Battlefield One. Über die hauseigenen EA-Server haben 64 Spieler die Möglichkeit, sich in zahlreichen Multiplayer-Modi auf die Ommen zu hauen. Ein Modus sticht dabei absolut heraus und wir können bereits vorher schon einmal spoilern: Der Operationen-Modus setzt neue Maßstäbe im Multiplayer-Bereich.

Anstatt sich zusammenhangslos von Schlacht zu Schlacht zu ballern, haben wir eine Art Multiplayer-Kampagne, in der wir uns durch mehrere Areale nach vorne kämpfen müssen, um Stellungen einzunehmen oder auserwählt wurden, diese zu verteidigen. Diese Schlachten sind dabei realen Vorbildern nachempfunden, vor jeder Schlacht bekommt man eine kurze Einführung über das Terrain und die damit verbundenen geschichtlichen Ereignisse. Das verleiht dem ganzen Gemetzel einen viel deutlicheren, natürlich auch makabreren Wert, da wir uns häufiger mit dem Gedanken wiederfinden, dass diese Schlacht so oder so ähnlich auch in echt stattgefunden hat. Zudem bietet „Operationen“ auch zeitlich andere Ansätze. Klar, wir können zu jederzeit aus den Matches aussteigen, wollen wir aber bis zum Ende dabei bleiben und unser Team zum Erfolg führen, vergehen je nach Spielweise der Teams schon einmal eineinhalb Stunden. Das ist kein Modus für ein kurzes BF1-Intermezzo, vielmehr wird hier Wert auf die Ausdauer der Spieler gelegt. Und mal ehrlich: Gewonnen oder verloren – am Ende erwartet uns ein Gefühlserlebnis aus Trauer oder Freude, aber emotional wird das Ganze definitiv. Und wie sich das Ganze spielt! Grandios!

Battlefield 1 bietet fantastische Fahrzeugschlachten!
Battlefield 1 bietet fantastische Fahrzeugschlachten!

Operationen? Immer her damit…

Wir kämpfen uns durch düstere Gräben, blicken über den Rand und sehen einen Panzer auf uns zurollen. Wer aufgrund der dröhnenden Maschine und der schleifenden Ketten ein etwas mulmiges Gefühl bekommt – keine Sorge das ist menschlich! Aber wir sind vorbereitet, packen unsere Panzerbüchse aus und machen uns zum Feuern bereit. Der Graben ist immer noch besser, als direkt vor dem Monster, denken wir bei uns! Wir richten uns auf, unsere Panzerbüchse auf das Ziel gerichtet. Plötzlich sind wir tot, gemeuchelt von hinten mit dem Springmesser.

Gleiche Szene: Wir richten uns auf, unsere Panzerbüchse auf das Ziel gerichtet. Wir ziehen den Abzug, ein Feuerregen umgibt den Panzer, wir haben ihn zerstört. Gleiche Szene: Ein zweiter Panzer taucht auf. Selbe Szene: Wir bekommen eine Scharfschützenkugel in den Kopf. Gleiche Szene: Drei Panzer. Mit all den Spielstunden können wir sagen: Battlefield One fühlt sich nie so an, als würde sich etwas wiederholen. Die Kämpfe verlaufen abwechslungsreich, auf dem Boden, in der Luft oder im Panzer. Vor allem die Fahrzeugkämpfe hat Dice noch einmal ordentlich aufgebohrt. Das liegt auch an der Ausstattung der Boliden. Erinnern wir uns an Battlefield: Hardline zurück: Viele Fahrzeuge, hauptsächlich zum Fahren oder Mitfahren, hier und da mal ein MG. In BF1 finden wir Maschinengewehre, Flammenwerfer an den Seiten, haben ein Heckgeschütz, eine Frontkanone. Mein Gott wir können sogar auf Pferden reiten und mit dem Säbel Gegner auf den Rücken drehen. So viel Spaß hat es noch selten gemacht, mit Fortbewegungsmitteln online Kämpfe auszutragen. Vielseitigkeit ist das Stichwort!

Was die Fahrzeuge noch attraktiver macht ist die Möglichkeit, nahezu alles um uns herum zu zerstören. Wo es in Battlefield 4 bereits ordentlich gekracht hat und mit Hardline eher weniger Impulse setzen konnte, ist das physische Schadensmodell hier fantastisch gelungen. Ganze Gegenden lassen sich zerlegen, deren Antlitz vollkommen umkrempeln. Und stürzt dann beispielsweise ein Zeppelin, eine der wenigen Superwaffen vom Himmel, sieht das einfach nur beeindruckend aus.

Die Eliteklassen sind besonders stark ausgerüstet, können aber, sofern man den Trick kennt, schnell und sauber ausgelöscht werden!
Die Eliteklassen sind besonders stark ausgerüstet, können aber, sofern man den Trick kennt, schnell und sauber ausgelöscht werden!

Karten, Klassen….

Karten gibt es insgesamt erst einmal nur neun, aber die Entwickler haben es sich nicht nehmen lassen, vordergründig an der Qualität zu arbeiten, statt an der Quantität. Und was sollen wir sagen, das ist absolut richtig so! In der Wüste rund um die Festung Faw kämpfen wir uns durch freie Wüstenflächen, an Stränden entlang, an denen uns Schiffsfeuer ordentlich einheizen kann, schleichen uns aufmerksam an der Festung entlang und meucheln die zahlreichen Scharfschützen, die sich im Gebirge verschanzen. Zahlreiche Möglichkeiten auf nur einer der Karten und die anderen sehen ganz genauso aus – nur etwas weniger wüstenlastig. Einmal geht es in das gute Monte Grappa, wo wir uns im idyllischen Gebirge mit den Gegnern prügeln, anschließend auf die Karte Krieg im Ballsaal, wo wir uns um ein fabelhaft inszeniertes Schloss im Park bekämpfen oder direkt die Innenräume bemannen. Letzteres ist übrigens meine Lieblingskarte. Draußen toben ohrenbetäubende Fahrzeugschlachten, während im Schloss taktische Infanterieschlachten ausgetragen werden. Wunderschön ist die Karte auch noch!

Bei den Klassen gibt es nicht viel Neues: Als Standardklasse wählen wir den vielfältigen Sturmsoldaten, für Distanzspieler wählen wir den Späher mit seinen Scharfschützengewehren. In Fahrzeugschlachten ist der Versorger vor allem von großem Nutzen, da er die Boliden mit seinem Reperaturwerkzeug (zwar auf weiterhin unrealistische Art und Weise, aber was will man machen) reparieren kann. Grundsätzlich sollte auch ein Sanitäter in jedem Team vorhanden sein, der uns mit Medipaks heilt, sollten wir Schaden erleiden. Über die Standardklassen hinaus gibt es auch noch die heiß diskutierten Elite-Klassen. Wie beim Star Wars-Ableger Star Wars: Battlefront, bei dem wir Luke, Darth Vader und co. über ein Helden-Icon einsammeln können, bekommen wir in Battlefield One  unsere Elite-Klassen bei dafür markierten Waffenkisten. Hier finden wir z.B. eine Superpanzerung samt Flammenwerfer, mit dem wir Feinde aus allen Ecken ausräuchern können oder eine Minigun, die unsere Gegner in Schweizer Käse verwandelt. Gut gepanzert bedeutet im Rahmen der Spielebalance aber nicht unfair. Zwar teilen die Eliteklassen sehr viel Schaden aus und stecken viel ein, allerdings sind die Bewegungen der Kämpfer überaus behäbig und der Wachsoldat beispielweise ist anfällig gegen Gasgranaten.

Satteln wir ein Pferd, haben wir automatisch eine neue Klasse ausgewählt und andere Waffen!
Satteln wir ein Pferd, haben wir automatisch eine neue Klasse ausgewählt und andere Waffen!

Teamplay und Modi…

Grundsätzlich wird Teamplay ganz groß geschrieben. Sollten wir Teil eines Squads sein, gibt es nicht nur Bonuspunkte, wenn unsere Teammitglieder bei uns spawnen – der Truppleader kann Ziele auf der Karte markieren, was bei der Erfüllung dieser Aufgaben ordentlich Punkte gibt. Und es bringt Struktur rein, was bei den großen Karten von großem Vorteil sein kann. Die Karten passen sich natürlich wie gehabt dem gewählten Spielmodus an.

Im Team-Deathmatch steht uns nicht die gesamte Kartenfläche zur Verfügung, da wir hier nur mit Infanterieeinheiten agieren. Wer keine Lust auf den Modus hat, kann Domination vorziehen, wo wir Stützpunkte auf engstem Raum einnehmen und halten sollen. Ein ganz neuer Modus in Battlefield nennt sich „Kriegstauben“. Ein Spieler schnappt sich die Brieftaube und kann sich solange nicht mehr bewegen, bis der Brief fertig geschrieben worden ist. Dabei ist er natürlich auf die Verteidigung durch seine Teamkollegen angewiesen. Wird der Schreiberling getötet, stagniert der Brief. Ist der Brief fertig geschrieben, kann er immer noch von den feindlichen Soldaten aus der Luft geschossen werden und der Kampf geht weiter. Nicht revolutionär, aber eine gute Abwechslung zu den „normalen“ Modi.

„Normale“ Battlefield-Modi, die dennoch zum Spiel gehören wie die Faust aufs Auge: Eroberung und Rush. Bei Rush konzentrieren wir uns darauf, verschiedene Sprengpunkte sequenziell abzuarbeiten und die Verteidiger immer weiter nach hinten zu drängen. Auf der anderen Seite hingegen müssen wir diese Punkte verteidigen. Sind die Telegrafenmasten, die Sprengpunkte, noch aktiv, können wir als Verteidiger Luftschläge anfordern, die die Feinde mit ordentlich Bomben eindecken können. Es kommt zwar auf keiner der Karten ein neues Metro-Feeling auf, dennoch sind die Karten in dem Modus sehr gut bespielbar und bieten unterschiedliche Areale. In Eroberung spielen wir die große Variante von Domination und können nun auch mit Panzern und anderen Fahrzeugen die Stellungen sichern oder entsichern. Hier spielen wir natürlich auf den großen Karten und nutzen all den Raum, der uns zur Verfügung steht.

Ein Manko hat der Online-Modus von Battlefield One leider und da kann er sich mit seinem Science Fiction-Kollegen die Hand reichen: Ladezeiten. Die Ladezeiten zwischen den einzelnen Matches sind meistens richtig langwierig. Und das wir die Klassen nur im Match, also meistens vorher anpassen können, ist mehr als nervig, da wir je nach Größe der Anpassung erst einmal 5 Minuten damit beschäftigt sind unsere Ausrüstung abzuändern. Dreimal ist das Spiel in meinen langen Sessions zudem einfach abgestürzt, was grundsätzlich nicht so viel ist, dennoch je nach Punktanzahl sauer aufstößt. Lags hingegen gibt es nahezu keine, das Battlefield 4-Syndrom wurde effektiv entfernt.

Fazit:

Battlefield One erfüllt nahezu alle unsere Erwartungen! Ja es stimmt, wir sind bereits im Vorfeld mit hohen Erwartungen an das Spiel herangegangen, aber was sollen wir sagen. Dass die Kampagne nicht das Gelbe vom Ei sein würde, war bereits vorher klar. Dafür ist sie aber doch beachtlich gut gelungen, lässt zumindest keine Langeweile aufkommen sorgt aber auch nicht für überschwänglichen Enthusiasmus.

Dafür ist der Multiplayer da. Diese Soundkulisse, diese Optik, dieses Spielgefühl, diese Immersion trotz realistischen Lücken. Fantastisch! Dazu neun qualitativ hochwertige Karten, die je nach Stelle und Modus ein absolut anderes Gameplay ermöglichen. Dazu kommt, dass die Battlefield 4-Katastrophe ausgeblieben ist, es läuft rund, auch wenn es hier und da noch zu Abstürzen kommt. Selten hat uns ein Mutliplayer-Titel so gut gefallen und trotz hoher Erwartungen noch überrascht. Battlefield 1 ist ein absolutes Brett im Multiplayer-Segment, die Kampagne ist schmückendes, solides Beiwerk. Hervorragend Dice!

Wie findet ihr den neuen Shooter von Dice auch im Vergleich zu der Konkurrenz!

 

 

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