Was aktuelle Smartwatches wirklich können

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Ob Smartwatches nur Spielereien sind oder tatsächlich ein nützliches Wearable, darüber scheiden sich die Geister. Was früher eindeutig James Bond zuzurechnen war, ist heute jedenfalls Realität. Statusabfragen einzelner Apps, Nachrichten lesen oder gar beantworten und telefonieren: All das ist mit modernen Smartwatches heute möglich.

Großer Hype – Miese Verkaufszahlen

Jeder sollte sie benutzen, jeder sollte die Vorteile der schicken Tech-Uhren verstehen und bedienen können. Was als großer Hype begann und an jeder Stelle hoch gelobt wurde entpuppt sich im laufen Jahr 2016 für die Hersteller als Enttäuschung.

Die Verkaufszahlen für die Wearables liegen weit -sehr weit- unter dem, was sie sich erhofft hatten. So brachen die Verkäufe von 5,6 Millionen im gleichen Vorjahreszeitraum auf 2,7 Millionen Geräte ein. Das entspricht einem Minus von knapp 52 Prozent. (Quelle: Marktforschungsunternehmens IDC)

Was ist der Grund für den mäßigen Erfolg?

Die anfängliche Funktionsarmut hat sich mittlerweile gelegt. So gehören ein GPS-Sensor oder ein wasserfestes Gehäuse heute quasi zum Standard. Auch die Akkulaufzeiten und die Bedienung haben sich stark verbessert.

Zwei Zielgruppen

watch-lifestyle-female-runner_pr-printSmartwatches werden offenbar dennoch eher von technikaffinen Menschen gekauft und benutzt. Ständige Erreichbarkeit und das Abrufen aller möglichen Statusinformationen sind offenbar die Grundlage für eine Kaufentscheidung.

Eine weitere Ziel- und Kaufgruppe sind Sportler. Hier macht die Smartwatch besonders Sinn, da sich aktuelle Erfolge genau tracken, speichern und teilen lassen. Was früher mit Stoppuhr und Pulsmanschette abgelesen wurde, wird heute automatisch von der Uhr an das Smartphone und die entsprechende App übermittelt.

Der Preis ist nicht unbedingt entscheidend

Wie so häufig trifft dies auch hier zu: Nur weil eine Smartwatch besonders teuer ist, ist dies nicht mit besonders großer Ausstattung oder Qualität gleichzusetzen. Es gibt durchaus Uhren, welche eher in der Mittelklasse angesiedelt sind, aber dennoch weit mehr leisten als die High-End-Geräte.

Telefonieren mit der Smartwatch

Die aktuellen Modelle lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen. Ein Unterscheidungsmerkmal ist das Feature mit der integrierten Sim-Karte. So können die Modelle von Samsung (Gear S), von LG (Watch Urban), Enox (WSP88) oder die Omate (True Smart) Sim-Karten aufnehmen. Über diese lässt sich dann auch ohne Smartphone telefonieren. Voraussetzung dafür ist, dass eine zweite SIM in das Gerät eingelegt wird. So ist man auch über die Uhr direkt erreichbar.

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Als Alternative zu den Uhren mit SIM-Karte gibt es auch die klassische Bluetooth-Lösung. Hier ist ein verbundenes Smartphone notwendig. Dies ist aber nicht als Negativmerkmal anzuführen, da man das Smartphone in der Regel eh in Reichweite hat.

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Android ist überall, Apple zieht nach

In den meisten Fällen ist das Betriebssystem Android. Auf die Uhr selber lassen sich nur begrenzt Apps installieren, was aber nicht schlimm ist. Es geht ja im weitesten Sinne immer noch um eine Armbanduhr und nicht um eine (Spiele-)Konsole.

Quelle: Apple
Quelle: Apple

Apple hat ja bekanntlich etwas länger gewartet mit der Markteinführung der eigenen Smartwatch und hier fast vier Jahre lang dem Konkurrenten PEBBLE das Feld überlassen. Vor etwa zwei Jahren brachte der Konzern dann die erste Apple Watch zur Serienreife und hat zur Zeit zwei verschiedene Typen auf dem Markt. Das neueste Modell, die Apple Watch 2 Series, bringt im Vergleich zu den Vorgängern eine GPS-Funktion, ein helleres Display und ein wasserdichtes Gehäuse mit – Features die bei den Android Wearables allerdings schon länger zum Standard gehören.

Apple Jünger schätzen an den Geräten das besonders gute Zusammenspiel mit dem IPhone und ständige Software-Verbesserungen. Die Tatsache dass der Akku dabei lediglich ein bis zwei Tage durchhält nehmen sie dafür billigend in Kauf.

 

Habt ihr auch eine Smartwatch? Wie sind Eure Erfahrungen damit? Diskutiert mit uns in den Kommentaren.

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