Digitale Tinte & Co: Ideen schneller verwirklichen mit intelligenten Kurznotizen für Windows 10

0
344

Mit der Verfügbarkeit von Windows Ink hat Microsoft im Rahmen des Anniversary Update die Möglichkeiten der digitalen Stifteingabe grundlegend erweitert. Über ein zentrales Set für digitale Schreibanwendungen verwirklichen Nutzer ihre Ideen noch schneller und interagieren noch natürlicher mit einem Stift auf Windows 10 Devices. Dank der sukzessiven Auslieferung von Aktualisierungen via „Windows as a Service“ erlaubt Windows Ink nun auch die Erstellung von intelligenten Kurznotizen.

Im Vergleich zur beliebten Papier-Version sind die digitalen Helfer nicht durch die physische Welt limitiert. So bringen die intelligenten Kurznotizen etwas Licht in den analogen „Zettelwald“ und machen aus ehemals passiven Notizen nun aktive Werkzeuge. Verbunden mit der Intelligenz von Cortana bieten sich damit völlig neue Anwendungsszenarien bei der Eingabe digitaler Inhalte – zum Beispiel:

  • Telefonieren und e-Mailen direkt aus der Notiz. Beim Aufschreiben einer Telefonnummer wird diese direkt als solche identifiziert und via Skype-Call verlinkt. Zudem wird dem Anwender direkt in der Notiz ein Direktanruf über einen Short-Cut angeboten. Dasselbe funktioniert auch mit Email-Adressen, welche automatisch erkannt und in der Notiz entsprechend verlinkt werden.
  • Intuitives Anlegen und Bearbeiten von Listen. Beim Herunterschreiben von mehreren Wörtern in einer Kurznotiz wird links oben direkt das „Listen-Symbol“ eingeblendet. Beim Klick auf das Zeichen wird aus dem Geschriebenen automatisch eine Liste erstellt. Zudem lassen sich erledigte Aufgaben auf der Liste einfach mit dem Stift durchstreichen, wie bei der gewohnten Papier-Variante.
  • Anzeigen Informationen in Echtzeit. Die intelligenten Kurznotizen erkennen URLs oder Flugnummern in Echtzeit, recherchieren Dollar-Aktienkurse direkt nach der Stifteingabe der gelisteten Börse-Unternehmen-Abkürzung, und liefern passende Informationen unmittelbar in der Notiz.

Nicht zuletzt ermöglicht Windows Ink auch eine digitale Stifteingabe in modernen Anwendungen wie Office 365, Microsoft Edge oder der Karten-App. Damit lässt sich die Bedienung von gewohnten Programmen weiter vereinfachen und mit dem Stift wird vor allem das Teilen von analogen Inhalten in der digitalen Welt weiter erleichtert. Gleichzeitig bieten sich neue Nutzungsszenarien: So lassen sich in der Karten-App einfach zwei Orte über die Stifteingabe verbinden und die Route wird automatisch berechnet – nur ein Beispiel für die Vereinfachung bekannter Abläufe mit Hilfe digitaler Tinte.

Office mit Stift
In Kombination mit einem Stift – wie dem Surface Pen – ist Windows Ink auch ein tolles Werkzeug, um in Office-Programmen handschriftliche Notizen oder Zeichnungen zu erstellen. Über die digitale Stifteingabe lassen sich Dokumente aber auch bearbeiten: So erlaubt der Freihand-Editor einzelne Wörter, ganze Sätze oder komplette Absätze zum Auswählen einzukreisen oder zum Löschen durchzustreichen. Über die neue Funktion Ink Replay kann in Word, PowerPoint und Excel zudem das Erstellen von Freihandzeichnungen oder Markierungen aufgezeichnet werden – zum Beispiel für Schulungszwecke oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen. In den drei genannten Office-Programmen ist es mit Windows Ink auch möglich, komplexe mathematische Formeln freihändig einzugeben und als Formel (Excel) sowie in Word und PowerPoint als Text oder ebenfalls als Formel (über Einfügen > Formel > Freihandformel) zu nutzen.

Hardware mit Stift
Für die Nutzung von Windows Ink brauchen Anwender ein passendes Gerät, welches nicht nur die Touch-Eingabe unterstützt, sondern auch mit einem aktiven Stift kommt bzw. die Stifteingabe unterstützt. Microsoft bietet mit dem Surface Book oder auch dem Surface Pro 4 Devices, die für die digitale Stifteingabe optimiert sind. Aber auch unsere Hardware-Partner bieten eine große Auswahl an geeigneten Geräten: Beim Lenovo YOGA Book besteht beispielsweise die Möglichkeit, mit Hilfe des „Instant Halo Keyboard“ das Gerät als intelligenten Papierblock zu nutzen und handschriftliche Notizen sowie Zeichnungen direkt zu digitalisieren. Auch das Switch Alpha 12, das Matebook von Huawei oder das HP Spectre eignen sich für Notizen auf dem Bildschirm.

Kommentieren Sie den Artikel