Guardians of the Galaxy: A Telltale Series Episode 1 im Test

Die Wächter sind nun auch im Spiel!

0
66

Guardians of the Galaxy Vol.2 kommt bald ins Kino und Telltale Series sorgt noch vor dem offiziellen Kinostart für Superhelden-Nachschub auf PC und Konsolen. Nach dem Ausflug nach DC mit Batman, gibt es nun also die Chaostruppe aus dem Hause Marvel, die vor dem ersten Kinofilm keiner auf der Rechnung hatte. Ob die erste Episode der Reihe „In Traurigkeit verwickelt“ uns zum Weinen oder zum Lachen bringt, lest ihr hier in unserem Test!

Aufgewärmt…

Telltale Games steht seit Jahren nicht mehr für Experimente und auch in Guardians of the Galaxy überschlägt sich das Studio nicht mit Experimentierfreudigkeit. Das Spiel bleibt ein Mix aus unter Zeitdruck getroffenen Dialogentscheidungen, kurzen selbststeuerbaren Passagen, sowie einer filmischen Inszenierung. Zwischenzeitlich wird eine Entscheidung angedeutet, allerdings merken wir selbst nach mehreren Durchläufen davon nicht viel. Aber wir sind schließlich auch noch in der ersten Episode, für zukünftige Parts wird schon einmal gut vorgesorgt. Und davon gibt es noch vier Verschiedene.

Doch direkt die erste Episode bietet einen überaus interessanten Ansatz. Und entspricht so wohl nicht ganz dem Lore der Marvel-Filme. Direkt im ersten Kapitel besiegen wir nämlich unseren ärgsten Erzfeind Thanos. Ja, ihr habt richtig gehört! Eben diesen übermächtigen Superschurken, der in den Filmen von den Avengers und co. noch zu stellen ist. Cooler Einstieg, der Fragen aufwirft. Was bitte macht man, wenn man seinen Erzfeind besiegt hat? Es kommt noch was, das ist sicher….

Thanos tot? Und nu?

Kein Chris Pratt…

Entscheidungen im Spiel treffen wir als Protagonist Peter Quill  a.k.a. Star Lord. Erwarten wir übrigens die uns aus dem Film bekannten Schauspieler in animierter Form, werden wir enttäuscht. Drex sieht nicht aus wie Dave Bautista, Rocket zwar ähnlich, aber schlecht animiert und Star Lord unterscheidet sich deutlich von seiner Kinovorlage. Und dennoch: Die ganze Truppe rund um den selbsterklärten Anführer der Guardians of the Galaxy macht auch in Spielform eine sehr gute Figur. Waschbär Rocket sorgt mit seinen Witzen unter oder über der Gürtellinie für viel Spaß. Weltenzerstörer Drex hingegen bringt mit Gamora die ernsteren Töne mit, Groot…naja….Groot ist auch hier nicht sehr eloquent.

Die englische Synchronisation aller Charaktere ist überaus gelungen. Generell macht das Spiel soundtechnisch vieles richtig, auch weil die typische Musik aus den Siebzigern mit am Start ist, die schon den Film zu etwas ganz Besonderem gemacht hat. Eine deutsche Sprachausgabe gibt es hingegen nicht. Das würde weniger auffallen, wenn zumindest die deutsche Lokalisierung besser gelungen wäre. Zwischendurch sind einfach mal einige Untertitel nicht ins Deutsche übersetzt. Warum? Zeitnot?

Das Team beisammen!

Unfertig…

Das sorgt für einen unfertigen Beigeschmack. Das Gefühl bekommen wir übrigens nicht nur an dieser Stelle. Bei der Xbox One-Version des Spiels kommt es zwischendurch mal zu Abstürzen, außerdem ruckelt es an der ein oder anderen Stelle gewaltig. Das Problem gab es auch bei Batman, aber mitnichten so intensiv. Episode 1 der Serie wirkt nicht fertig, was vermutlich einem verfrühten Verkaufsstart aufgrund des anstehenden Kinostarts geschuldet ist.

Optisch ist das Spiel ebenso wie seine Vorgänger eh nicht die Wucht. Telltale sollte irgendwann einmal darüber nachdenken, eine neue Engine zu produzieren, um den filmischen Charakter, der wohl beizubehalten bleibt, besser einzufangen. Wer sich bisher aber nicht an der Optik gestört hat, der wird sich auch hier sehr gut einfinden.

Ich bin Groot! Und der andere ist Rocket!

Fazit:

Die erste Episode von Guardians of the Galaxy: A Telltale Story besticht mit einem interessanten Einstieg und ist vor allem durch die starken Charaktere besonders. Optisch gerade noch so solide, stören gelegentliche Ruckler und Abstürze das Gesamtbild. Zudem muss sich Telltale zukünftig mal etwas anderes einfallen lassen, als immer wieder das gleiche Spielprinzip zu zelebrieren. Ja es funktioniert, Überraschungen gibt es damit aber keine. Ubisoft hat das auch irgendwann gemerkt.

Trotz Innovationsarmut sind wir gespannt auf die nächsten Episoden des Spiels.

 

 

Kommentieren Sie den Artikel